Meine Top 10 Fragen zum Thema Light Art Photography 2015

Das Jahr hat zwar noch ein par Tage, aber ich denke, da wird sich nicht mehr so viel ändern. Die Reihenfolge ergibt sich aus der gefühlten Häufigkeit der mir gestellten Fragen.

 

10 

F: Warum fotografierst Du immer in so kaputten Gebäuden?

A: Mach ich doch gar nicht immer. 

Die Idee, in verlassene, spannende, geschichtsträchtige Orte mit meinen Lichtkunstfotografien wieder etwas Leben zu bringen ist ist aber sicher auch total abwegig.

 

9

F: Warum machst Du keine Fotos mit Stahwolle? Warum machst Du keine Domes?

A: Weil ich diesen Effekten nicht so viel abgewinnen kann, um es mal vorsichtig auszudrücken. Außerdem gibt es davon schon Millionen Fotos, ich versuche mich lieber an Sachen von denen es noch keine Youtube-Tutorials gibt.

 

8

F: Warum benutzt du denn keine Olympus Kamera mit dieser tollen Light Composite Funktion?

A: Weil das nichts mit Light Art Photography zu tun hat, ich erstelle meine Fotos während einer einzelnen Belichtung.

7

F: Warum verrätst Du nicht wie Du das gemacht hast?

A: Erstens wäre es dann nur noch halb so spannend für den geneigten Betrachter der Bilder und zweitens bin ich einfach nicht gewillt Wissen, welches ich mir in Monaten oder Jahren mühevoll erarbeitet habe einfach so, ohne Gegenleistung zu transferieren auch wenn Du mich für einen Arsch hältst. Und wenn Du wirklich wissen willst wie es geht kannst Du gerne einen meiner Workshops besuchen.

 

6

F: Ist es schwierig solche Bilder zu machen?

A: Nein, ganz einfach, kann jeder nach einer Kurzeinweisung.

 

5

F: Wie wurde das Licht in Deinem Bild gemacht?

A: Das Licht wurde mit Licht gemacht.

 

4

F: Warum ist Dein Workshop so teuer?

A1: Damit ich mir nächstes Jahr endlich den Zweit-Porsche kaufen kann.

A2: Gut, dann rechnen wir mal:

90€ x 10 Teilnehmer = 900€

minus 19% Umsatzsteuer = 729€

minus Miete für die Location und Aufwandsentschädigung für meinen Assi = 329€

minus Material ausschließlich für den Workshop (Batterien, Verpflegung, Kaffee usw.) = 250€

minus Einkommenssteuer = 175€

Arbeitszeit ca. 20 Stunden ( 5 Stunden Workshop, An- und Abfahrt, Ein- und Ausladen, Vorbereitung, Ankündigung, Webseite programmieren,...). Stundenlohn = 8,75€, wie hoch war noch mal der Mindestlohn in Deutschland? Und das auch nur wenn der Workshop auch ausgebucht ist.

Und die 175€ werden 1:1 in neues Zeug für's Light Painting angelegt.

Warum ich trotzdem Workshops mache? Weil die Begeisterung und Freude der Teilnehmer, nein nicht die Teilnehmer die fragen warum das so teuer ist, unbezahlbar ist. Und wenn nur einer der Teilnehmer später eigene Fotos macht war der Workshop für mich erfolgreich.

Wäre ich nicht in der glücklichen Lage auch nicht unter der Brücke schlafen zu müssen wenn ich nicht 1 Cent damit verdienen würde, hätte ich aber bestimmt eine andere Meinung und meine Workshops wären dann tatsächlich teuer.

 

3

F: Bist Du erfolgreich mit diesen Bildern?

A: Ja.

Obwohl das natürlich eine Frage der Definition von Erfolg ist. Wenn mein Bild unter den Top 10 des Light Painting Award 2015 ist und Kollegen, die wesentlich bessere Bilder als ich abliefern (JanLeonardo Wöllert, Patrick Rochon, EMD, Pala Teth...) meine Bilder gefallen ist das schon ein großer Erfolg für mich.

 

2

F: Kann man von Light Art Photography leben?

A: Sicher kann man das, wenn man gut und fleißig genug ist. Ich kann allerdings nicht davon leben, ich lege es aber auch nicht drauf an. Ich mach lieber Sachen auf die ich Bock habe ohne immer im Hinterkopf zu haben ob, und wie viel Kohle ich damit verdienen kann. Davon mal abgesehen kostet die Ausrüstung auch ein par Taler.

 

1

F: Kannst Du mir kurz erklären wie man solche Lichtobjekte in Photoshop erstellt?

A: Klar kann ich das, nimm einfach den Lightpainting-Brush und mal drauf los.

F: Gibt es denn einen solchen Pinsel in Photoshop?

A: Bestimmt, sonst wärst Du doch nicht auf die Idee gekommen, dass ich meine Bilder in Photoshop zusammengebastelt habe.

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