Live Composite

Das Thema Live Composite oder auch Live Bulb wurde im letzten Jahr in der Light Painting Community sehr kontrovers diskutiert. Die Einen sehen nur die Möglichkeiten mit sehr einfachen Mitteln eine vernünftige Ausleuchtung zu realisieren, die Anderen sind der Meinung, dass das kein Light Painting ist weil das Bild nicht in einer Belichtung, also zwischen dem einmaligen Öffnen und Schließen des Verschlusses, entstanden ist.

 

Was ist das überhaupt?

Bei dieser Technik, die in einigen Kameras integriert ist, wird das Licht in mehreren Aufnahmen addiert. Alles was in dem nächste Bild heller ist als im Bild davor wird sichtbar. Eine recht einfache, komfortable Möglichkeit Light Paintings zu erstellen. Man kann zwischendurch immer mal wieder auf das Display sehen und beurteilen ob man schon genug Licht im Bild hat.

 

Sollte man diese Technik nutzen?

Wenn ich einen Orb nicht sauber drehe hilft mit diese Technik nicht weiter, bei der Ausleuchtung des Raumes aber schon. Ich komme vermutlich schneller zum gewünschten Ergebnis. Im Falle einer Auftragsarbeit kann man das evtl. benutzen, dem Auftraggeber wird in den allermeisten Fällen völlig egal sein wie ich das Bild gemacht habe, den interessiert nur das Ergebnis.

Die meisten Bilder mache ich allerdings nicht für einen Auftraggeber sondern für mich. Und für mich würde ich Live Composite nicht benutzen. 

Als Marathonläufer könnte ich die Strecke auch mit dem Auto fahren. Ich wäre wesentlich schneller am Ziel, aber was ist das für eine Leistung 42km mit dem Auto zu fahren? Das Glücksgefühl und die Befriedigung es geschafft zu haben werde ich nie haben. 

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