Soziale Netzwerke und Online-Galerien

Teil 7: Facebook

 

Jeder ist bei Facebook, oder? Die (theoretische) Reichweite und die Möglichkeiten der Vernetzung zu anderen Seiten sind enorm, kein Vergleich zu den spezialisierten Foto-Galerien.
Aber da sind wir auch schon Beim Hauptproblem bei Facebook: die miserable Darstellung der Bilder. Aus Sicht des Unternehmens ist das natürlich verständlich, es werden jeden Tag viele Millionen Fotos auf Facebook hochgeladen. Speicherplatz kostet Geld, Speicherplatz  kostet Energie und Bandbreite bei der Übertragung. Für 99,9% der Bilder ist auch egal ob Facebook sie kleiner rechnet, das Knipsbild aus dem Mobiltelefon vom Mittagessen oder Haustier ist ohnehin nicht das fotografische Meisterwerk bei dem es auf die bestmögliche Darstellung ankommt. Wenn allerdings ein Light Art Bild, an welchem ich mehrere Stunden oder gar Tage gearbeitet habe, von den Facebook-Optimierungen versaut wird ist das nicht mehr ganz so lustig. Aus diesem Grund teile ich gerne Links zu flickr oder 500px. Das sollte man allerdings nicht ausschließlich so machen. Die Algorithmen, mit denen Facebook meine Beiträge anderen Leuten zeigt sind nicht unbedingt transparent, aber aus meiner Erfahrung sollte man, gerade wenn man dort eine Künstler- oder Firmenseite betreibt, möglichst gemischt Beiträge posten. Also heute einen Link, morgen ein Bild, übermorgen ein Video oder eine Bildergalerie usw.. Somit findet Facebook, dass die Seite interessanter ist und teilt die Beiträge häufiger im Stream von anderen Mitgliedern.

 

Ihr solltet zu euren Bildern einige Worte schreiben und sinnvolle Tags (Light Painting, Light Art Photography, Langzeitbelichtung u.ä) verwenden, auch das erhöht die Reichweite. Personen, mit denen ihr gemeinsam unterwegs wart solltet ihr in euren Bildern markieren. Die Bilder erscheinen dann in der Chronik dieser Personen und werden von deren Freunden gesehen. Wenn ihr die Leute auf eure Homepage lenken wollt packt ihr den Link unter eure Bilder.

Eine gute Idee ist es die Bilder in passenden Gruppen zu teilen. Allerdings solltet ihr nicht euer Bild hochladen und das dann sofort in 20 verschiedenen Gruppen teilen. Wenn ich auch Mitglied in diesen 20 Gruppen bin nervt das einfach und auf keinen Fall schaue ich mir das gleiche Bild zwanzigmal an und drück auf den Daumen. Wenn sich jemand für  das Thema Lightpainting interessiert ist er sicher auch in vielen relevanten Gruppen. Besser ist es das Bild nach dem posten in zwei bis drei Gruppen zu teilen und dann alle ein bis zwei Tage in wenigen weiteren Gruppen zu teilen. Dieses Vorgehen ist natürlich etwas umständlicher weil man den Überblick behalten muss, aber eure Freunde und Follower werden nicht so sehr genervt und bleiben euch eher treu und ihr erreicht trotzdem Leute die nur in wenigen Gruppen Mitglied sind. Ich habe mir zu diesem Zweck eine einfache Tabelle erstellt und hake dann die Gruppen zu jedem Bild ab.

 

Datenschutz ist bei Facebook nicht die erste Priorität, wie bei fast allen anderen Seiten auch. Aber eigentlich ist es ganz einfach, ich poste nur Sachen die ich jedem Menschen der mir gerade auf der Straße über den Weg läuft auch erzählen würde. Alle anderen Versuche meine Daten zu schützen sind meiner Meinung nach zum scheitern verurteilt.

 

Ich bin ja so alt, dass ich schon Freunde hatte bevor es Facebook gab, wie viele meiner Facebook Freunde auch. Oft höre ich, dass sie nur mit Leuten bei Facebook befreundet sind, die sie auch persönlich kennen. Für ein "privates" Konto ist das vielleicht auch 'ne gute Idee. Ich will allerdings, dass möglichst viele Leute meine Bilder sehen und ich will nicht verpassen was die Kollegen so machen, also suche ich mir Freunde mit ähnlichen Interessen. Die allermeisten Freundschaftsanfragen nehme ich ohne großartige Recherche über die Person an. Einzig die Anfragen junger Damen, deren Profil sich auf das zur schaustellen ihrer großvolumigen Brüste beschränkt und bei Herrschaften, die aus ihrer rechten Gesinnung keinen Hehl machen, lehne ich ab.

 

https://www.facebook.com/Lichtkunstfoto

Kommentar schreiben

Kommentare: 0