Wie dreht man einen Orb?

Verschiedene Methoden zum Drehen einer Lichtkugel

Ich höre zwar in letzter Zeit öfter mal " Ich kann keine Orbs mehr sehen" oder "Die Leute können keine Orbs mehr sehen", auch mich selbst langweilt es manchmal den zweitausendsten Orb zu drehen, aber Light Painting ohne Lichtkugeln ist für mich und viele andere Light Painter fast undenkbar. Wenn ich im Jahr 2012 nicht zufällig über Bilder von Orbs gestolpert wäre, würde ich vermutlich heute kein Light Painter sein.

Man sollte zwar auch möglichst viele andere Light Painting Techniken beherrschen und in seinen Bildern verwenden, aber es kann sicher nicht schaden, wenn man einen sauberen Orb drehen kann.

Dieser Artikel stellt Dir einige Techniken vor.

Light Painting Fotografie & Light Art Photography

Grundsätzliches

Light Painting Fotografie & Light Art Photography

In den meisten Fällen wird der Orb um einen festen Punkt auf dem Boden gedreht. Diesen Punkt solltest Du markieren. Die Lichtquelle wird im Kreis bewegt und nach jeder Umdrehung bewegst Du Dich einen kleinen Schritt kreisförmig um die Markierung auf dem Boden. Eine ganze Umdrehung um den Punkt auf dem Boden ist nicht notwendig, nach einer halben Umdrehung ist der Orb fertig.  Achte darauf, dass die Markierung zwar für Dich beim Drehen des Orbs, aber möglichst nicht im fertigen Bild sichtbar ist. Ich verwende meist Dinge, die am Aufnahmeort vorkommen und somit im Bild nicht auffallen, wie kleine Steine, Blätter oder Ähnliches.

 

Eine weitere Möglichkeit ist es LED's an einem Ring oder Reifen zu befestigen und diesen dann um die Mittelachse zu drehen; dazu später mehr.


Während des Light Painting solltest Du dunkle Kleidung tragen, damit Du später nicht im Bild zu sehen bist. Vor allem sollten an Deiner Kleidung keine Reflektoren oder glänzende Metallteile sein.

 

Das Wichtigste ist die Übung. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Dein erster Orb wird sicher kein Meisterwerk, auch nicht nach dem Lesen dieses Artikels. Geh raus und drehe so viele Orbs wie möglich. Nach mehr oder weniger vielen Versuchen gelingen Dir sicher saubere, gleichmäßige Lichtkugeln. Während unserer Workshops schafften es viele Teilnehmer nach unserer Einweisung und 4-5 Versuchen recht ansehnliche Orbs zu drehen. Einige andere Light Painting Techniken erfordern viel mehr Übung und Erfahrung. Für den Einstieg in das Thema Light Painting ist also ein Orb noch relativ einfach. 

LED's an Kabel oder Schnur

Eine einfache und preisgünstige Methode ist das Drehen des Orbs mithilfe einer Schnur oder eines Kabels. An einem Ende wird die Lichtquelle befestigt, das andere Ende nimmst Du in die Hand und drehst es. Als Lichtquelle kannst Du einfach eine batteriebetriebene LED-Lichterkette benutzen. Du bindest alle LED's zusammen und befestigst diese dann am Kabel. 

Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass dieses Tool ein sehr geringes Gewicht hat und sehr klein ist. Es passt meist in die Hosentasche. Betrieben wird die Lichterkette mit 2 oder 3 AA Batterien oder Akkus, diese hat man meist ohnehin im Haushalt.

 

Zu dieser Methode findest Du einige mehr oder weniger gute Anleitungen im Internet.

Ball of Light Tool - das Profi-Werkzeug

Light Painting Fotografie Light Art Photography

Denis Smith aus Australien dreht seit vielen Jahre viele Orbs mit der oben beschriebenen Technik. Nachteile des im vorigen Absatz beschriebenen Tools sind die einerseits recht kurze Lebensdauer, die Lichterkette ist für diese Beanspruchung nicht gebaut, und zum Anderen die relativ schlechte Handhabbarkeit. 
Also tüftelte der gute Denis so lange bis er ein wirklich gut zu bedienendes und robustes Tool hatte. Seit einiger Zeit vertreibt er sein Tool auf seiner Homepage

Für diesen Artikel hat mir Denis eines seiner Tools zur Verfügung gestellt. Danke mein Freund!

Nach den ersten Versuchen merkte ich, dass das Tool zwar wirklich gut ist, aber dass ich trotzdem etwas Übung brauche um eine saubere Kugel damit zu drehen. Bei Denis sieht das immer so einfach aus.


Das Ball of Light Tool ist modular aufgebaut. Es besteht aus dem Controller mit einem Taster zum Ein- und Ausschalten und einem Poti zum Regeln der Helligkeit, sowie einem Kabel, welches den Controller mit dem Kopf verbindet. Denis baut verschiedene Köpfe in verschiedenen Farben und Farbkombinationen. In einigen verbaut er unterschiedlich große LED's, einige sind diffus. Im Bild oben habe ich für den Orb nacheinander drei verschiedene Köpfe benutzt. Betrieben wird das Tool mit einem 9V Block. Bisher musste ich diesen zwar noch nicht wechseln, allerdings hätte ich mir hier eine bessere Lösung zum Wechsel der Batterie gewünscht. In der Dunkelheit die vier kleinen Schrauben des Gehäuses zu öffnen und diese dann nicht zu verlieren stelle ich mir nicht so einfach vor.

Falls das sehr robuste Kabel nach dem fünfhundertsten Orb kaputt gehen sollte, kann man dieses sehr einfach austauschen. Denis vertreibt die Kabel auch einzeln in seinem Shop.

Man merkt, dass Denis zum Einen auf Grund seiner großen Erfahrung genau um die Ansprüche an ein solches Tool weiß und zum Anderen viel Arbeit in die Entwicklung gesteckt hat. Durch die am Kabel befestigte Handschlaufe wird das Kabel wohl sehr lange durchhalten. Das Hauptproblem bei den Bastel-Lösungen aus dem vorigen Absatz ist, dass nach wenigen Orbs auf Grund der hohen Beanspruchung meist das Kabel bricht.

Auch die anderen Teile des Ball of Light Tools machen einen sehr robusten Eindruck. Das Gehäuse des Controllers ist, genau wie die Köpfe, aus einem sehr robusten Kunststoff gefertigt. Die größte Schwachstelle dürften die herausragenden LED's sein, wenn man damit bei vollem Tempo an einem Stein hängen bleibt, dürften diese das nicht überleben. Um das Licht vernünftig in alle Richtungen verteilen zu können, müssen diese allerdings aus dem Kopf herausragen, ansonsten hätten die Orbs Lücken. Die Schaltung ist so aufgebaut, dass bei Ausfall einer, oder auch mehrerer LED's, die verbleibenden weiter leuchten. Die Köpfe sind ebenfalls separat im Shop von Denis erhältlich.

 

Und hier noch einige Bilder von Denis Smith welche er mit seinem Ball of Light Tool umgesetzt hat:

Marla hat das Tool dann auch mal gleich zweckentfremdet. "Da kann man doch auch was Anderes mit machen!" Ja, kann man wie man sieht :-)

Der vertikale Orb

Hiefür brauchst Du einen großen Ring oder Reifen. Ich benutze einen Hula Hoop Reifen dafür. Ein Halbkreis würde eigentlich für unsere Zwecke genügen aber man müsste das Teil dann durchsägen und es wäre nicht mehr so gut ausbalanciert.
An der Außenseite befestigst Du Deine Lichtquellen, entweder eine Lichterkette oder wie in meinem Beispiel ein LED-Strip. Dieser hat den Vorteil, dass sich mehrere Farben und auch Funktionen wie Blinken und Fading einstellen lassen.

 

Für den LED-Strip benötigst Du eine 12V Stromquelle. Du kannst einen Halter für 8 AA oder 3 18650 Akkus benutzen und mit einem Kabel mit dem Strip verbinden.

Du solltest die Lichter nur an einer Hälfte anbringen, damit Du saubere, nicht überlappende Lichtspuren im Bild hast. 

Light Painting Fotografie & Light Art Photography

Über die Mitte des Reifens befestigst Du einen Stab damit Du das Teil vernünftig drehen kannst. Ich habe hier einen Pflanzstab aus dem Baumarkt benutzt. Am unteren Ende des Pflanzstabes befestigst Du Akkus und Controller damit der Schwerpunkt möglichst tief und mittig ist und sich Dein Tool möglichst sauber und gleichmäßig drehen lässt. Der Anschluss für den Strip sollte also auch unten sein.

 

Mit dieser Technik sind auch viele andere Formen möglich. Es muss ja kein Ring sein.

 

Mit diesem Tool kann man allerdings auch "normale" Orbs, also welche mit horizontalen Lichtspuren erstellen. Dafür solltest Du Diffusoren vor den LED's anbringen, damit Dein Orb später nicht nur aus Punkten besteht. Ein LED-Strip mit hoher Dichte (60 Stück pro Meter oder mehr) ist dafür gut geeignet.

Das Tool wird am Besten drehbar am Boden befestigt. Zur Not geht das aber auch aus der Hand. Du positionierst dann das Tool für den ersten Lichtstreifen, schaltest mit der Fernbedienung den Strip kurz ein. Wenn der Strip ausgeschaltet ist, bewegst Du das Tool in die zweite Position schaltest wieder kurz ein usw.

 

Das Tools ist recht unhandlich und somit schlecht zu transportieren und besonders robust ist das auch nicht. Den Strip und den Controller an meinem Reifen musste ich schon mehrfach austauschen, obwohl ich das Teil nicht sehr häufig verwende.

Drehen mit einem Stab

Light Painting Fotografie & Light Art Photography

Der Nachteil beim Drehen eines Orb mit Schnur oder Kabel ist einerseits, dass dieses Tool sehr instabil ist und andererseits, dass man recht schnell drehen muss, um die nötig Fliehkraft zu erreichen. 

 

Befestigt man die Lichtquelle(n) an einem Stab hat man diese beiden Probleme nicht mehr. Ich kann ganz langsam und sauber einen Orb drehen. Etwas Übung braucht man schon dafür, aber man merkt meist beim Drehen ob man aus der Bahn geraten ist. Ich breche dann die Aufnahme sofort ab und beginne von vorne.

 

Als Stab verwende ich meist einen Pflanzstab aus dem Baumarkt. Das sind dünne Metallrohre, die mit dunkelgrünem Kunststoff überzogen sind. Die Stäbe sind leicht, stabil und nicht teuer.


Zuerst solltest Du einen Stab kaufen der zu Deiner Körpergröße passt. Wenn Du ihn in der Mitte mit angewinkelten Armen vor Deinem Bauch hältst sollten noch ca. 15 Zentimeter Platz bis zum Boden bleiben. Falls Du keinen passenden Stab findest, kannst Du auch einen längeren ganz einfach mit einer Eisensäge auf die passende Länge kürzen.

Als Nächstes markierst Du die Mitte des Stabes mit Klebeband oder einem passenden Gummiring, um auch in der Dunkelheit sicher die Mitte fühlen zu können. Wichtig ist es, den Stab immer genau um den Mittelpunkt zu drehen.

Jetzt montierst Du eine Lampe an einen Ende des Stabes. Ich benutze meist eine kleine Taschenlampe mit einem Diffusor dafür. Entweder Du benutzt einen Diffusor der genau für deine Taschenlampe passt, viele Hersteller bieten so etwas an, oder Du kannst auch eine weiße, halb-transparente Filmdose verwenden.

Wichtig ist, dass der Stab gut ausbalanciert ist damit das dann später beim Drehen nicht eiert. Am einfachsten ist es, eine zweite, gleiche Lampe am anderen Ende als Gegengewicht zu befestigen. Um den Orb zu erstellen schaltest Du allerdings nur eine der Lampen ein. Falls Du nicht zwei gleiche Lampen hast, kannst Du auch leere Batterien, Bolzen, Lötzinn oder andere schwere Dinge als Gegengewicht befestigen. 

Mache Versuche mit verschiedenen Lampen. Wenn das Tool ein höheres Gewicht hat, lässt es sich einfacher und gleichmäßiger drehen. Wird das Teil allerdings zu schwer ermüden die Arme recht schnell. 

Das Drehen des Orbs funktioniert prinzipiell so wie beim Tool mit dem Kabel; so wie im Abschnitt "Grundsätzliches" beschrieben.

Du solltest immer darauf achten, dass Du den Stab parallel  zum Körper führst damit Dein Orb keine Ohren bekommt. Bewege Dich und den Stab langsam und gleichmäßig. Mach den nächsten kleinen Schritt, um die Markierung herum, immer an der gleichen Position des Stabes. Ich bewege mich meistens wenn die Lampe unten ist. Andernfalls laufen die Lichtspuren des Orbs aus der Bahn. 

 

Ein weiterer Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass Du sehr einfach eine zweite Hülle oder eine größere Lichtquelle in der Mitte am Stab befestigen kannst, so wie im Bild oben. Ich benutze dafür meist einen Stab aus Plexiglas, ein Vorderteil einer alten Led Lenser V24 um genau zu sein. Diesen beleuchte ich mit einer weiteren kleinen Taschenlampe. Eine Led Lenser M3R ist eine gute Wahl, klein, leicht, hell und sie hat einen Strobe-Modus. Durch das Fokus-System der Lampe kannst Du das Licht gleichmäßig auf der Länge des Stabes verteilen.

Ich finde, dass die Innen-Kugel besser aussieht wenn die Lampe im Strobe-Modus ist.

 

Für die beiden Bilder ganz oben habe ich ein längeres Rohr aus Plexiglas benutzt.

Pimp my Orb-Tool

Elektrische Drehhilfe

Drehen mit dem Akkuschrauber. In der Mitte des oben beschriebenen Stabes befestigst Du eine, zum Kaliber des Stabes passende, Rohrschelle. Den Bolzen der Schellen spannst Du in das Bohrfutter des Akkuschraubers und fertig ist die elektrische Drehhilfe.

Die Technik hat einige Vorteile. Das Tool lässt sich besser gerade halten und wenn ich den Akkuschrauber ruhig halte verändert sich die Höhe der einzelnen Lichtbahnen nicht.

 

Der verwendete Akkuschrauber sollte leistungsstark und ausdauernd sein. Du kannst zwar den Orb mit dem selben Stab auch mit der Hand drehen wenn der Akku leer ist, aber wenn Du den schweren Akkuschrauber schon mitnimmst kann das Teil auch gerne die ganze Nacht funktionieren.

 

Schalte am Besten die Drehmomenteinstellung aus, also auf Bohren, damit das Teil nicht zwischenzeitlich stehen bleibt, weil die Kraft zu hoch wird.

Die Kurbel

Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit ist das Montieren einer Kurbel am Stab. Ähnlich wie bei der elektrischen Variante von oben fällt das Drehen leichter als nur mit dem Stab. Üben muss man allerdings auch mit diesem Tool, damit das ein sauberer, runder Orb wird.

Die einfachste Möglichkeit ist es eine Malerrolle zu befestigen. Achte darauf, dass der Drehpunkt genau in der Mitte des Stabes ist. 

 

Mit der montierten Kurbel kann man das Tool allerdings schlechter transportieren. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt, wir schleppen ohnehin schon viel Zeug mit uns rum. Stäbe und Rohre transportiere ich meist in einer Angeltasche, der Stab mit der Kurbel passt dort aber nicht rein. Ich binde das Tool dann meist außen an der Tasche fest. 

Orb ohne weitere Hilfsmittel

Hierfür brauchst Du nur eine Lampe und einen Lichtpinsel, z.B. ein Blade aus Plexiglass oder ein Lichtschwert.

Bei dieser Technik ist der Drehpunkt für den Orb Dein Schultergelenk.  Du bewegst den gestreckten Arm nach oben und unten, oder auch in anderer Richtungen, und bewegst Dich dabei um die Markierung auf dem Boden,

Light Painting Fotografie Light Art Photography

wie bei den weiter oben beschriebenen Vorgehensweisen auch. 

 

Wie in den Beispielbildern gut zu sehen ist, kannst Du zusätzlich zur Bewegung hoch-runter weitere Bewegungen ausführen, wie Swirls oder Zickzack. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Probier es einfach aus.


Bei dem Bild links habe ich einen, im Bild rechts mehrere, Light-Blades recht ungeordnet bewegt, ohne dabei meine Schulter aus dem am Boden markierten Drehpunkt zu bewegen. Für Effekte wie Farbwechsel oder Farb-Fading kannst Du Lampen wie die Led Lenser V24 oder Taschenlampen wie diese benutzen: 10 Farben LED-Taschenlampe. Auch viele andere Anwendungen im Light Painting sind diese Lampen sehr nützlich.

Der Broken Orb

Eines der größten Geheimnisse im Light Painting? Ich weiß nicht, ob so wahnsinnig viele Leute seit Jahren grübeln wie man einen Broken Orb macht, aber viele Broken Orb Bilder sieht man nicht. 

Eigentlich ist das doch ganz einfach. Ich schalte während des Drehens das Licht ein und aus.

Aber wie schaltet man die Taschenlampe vorne am Stab in der Bewegung aus und ein? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich verwende dafür einen Kabelschalter für meine Led Lenser P7 oder auch M7. Den Schalter befestige ich so weit innen am Stab wie möglich. Solange man den Schalter gedrückt hält leuchtet die P7, wenn man loslässt geht sie aus. Diese Schalter sind ebenfalls für viele andere Taschenlampen erhältlich, schau einfach mal auf der Internetseite des Herstellers Deiner Lampe. Und als Bastellösung für Lampen von Convoy ist ein Kabelschalter auch erhältlich.

Light Painting Fotografie Light Art Photography

Light Painting Fotografie & Light Art Photography

Mit dem Ball of Light Tool kann man auch einen Broken Orb drehen, wie man im Bild links sehen kann. Das Tool hat ein ca.1 Meter langes Kabel, im Controller ist ein Taster eingebaut. Man muss "nur" noch an den richtigen Stellen Ein- und Ausschalten.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von LED-Lichterketten mit Fernbedienung. Hierbei schaltet am Besten ein Helfer mit der Fernbedienung das Licht ein und aus während Du drehst.

 

Ein Broken Orb stellt oft eine große Herausforderung für den Light Painter dar. Ich muss erstmal überhaupt einen sauberen Orb drehen und dann auch noch zum richtigen Zeitpunkt das Licht schalten. Da kann sehr viel schief gehen und viel Übung erfordert es auf jeden Fall bis das Ergebnis wirklich gut wird. Du solltest den Orb so langsam wie möglich drehen. Um so höher die Rotationsgeschwindigkeit desto schwieriger wird es den richtigen Zeitpunkt zum Schalten zu erwischen.


Double Rotation

Eine nicht sehr verbreitete Variante des Orbs siehst Du oben. Hierbei wird ein etwas längerer Diffusor, um die eigene Achse drehbar, am Ende des Stabes befestigt. Während Du ganz normal den Orb drehst, dreht sich gleichzeitig der Diffusor mit der Lampe im Kreis.

Mit der Hand ist das allerdings kaum möglich, ich benutze meist einen kleinen Akkuschrauber dafür.  Diesen befestige ich im richtigen Winkel am Pflanzstab, nicht ganz 90°, an den Akkuschrauber kommt dann die Lampe mit dem Diffusor. Den Schalter des Akkuschraubers fixiere ich dann mit Klettband oder Gaffatape. 

 

Denkbar sind natürlich noch viele andere Varianten des Orbs und viele andere Techniken, um diese zu erstellen.

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dem Light Painting Einsteiger soll er einige erste Anregungen für die ersten eigenen Versuche geben. Der ein oder andere alte Hase hat vielleicht an einigen Stellen auch noch etwas Erhellung gefunden. 


Du benutzt selbst eine Technik die hier nicht erwähnt wurde? Dann freue ich mich über einige erklärende Sätze, als Kommentar zu diesem Beitrag.

 

Ich wünsche dir allzeit gutes Licht
Sven

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Robert Bakker (Mittwoch, 17 Oktober 2018 08:20)

    Moin Sven,
    dies hast du sehr gut erklärt, wurde wohl das ein und ander ausprobieren.
    Gruß nach Berlin.