VIER TAGE LIGHT PAINTING IM KLASSENRAUM
Erik hatte vor langer Zeit die Idee im Rahmen der Projektwoche an seiner Schule ein Light Painting Projekt durchzuführen. Coole Idee, dachte auch ich. In der Vorbereitung und Durchführung unserer Workshops sind wir mittlerweile schon sehr geübt, aber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war für uns neu. Ich hatte keine genaue Vorstellung was uns erwartet.
Vor fast einem Jahr fingen wir mit der Planung und Vorbereitung an. Einige Tage vor der Projektwoche konnten sich die Schülerinnen und Schüler für das Projekt einschreiben. Wir hatten die Befürchtung, dass wir die vereinbarten Plätze nicht voll bekommen werden. Erik machte Werbung für unser Projekt an der Schule. Völlig unnötig, wie sich dann herausstellte. Die Liste war innerhalb kürzester Zeit komplett gefüllt. Viele Interessierte müssen leider bis zum nächsten Schuljahr warten.
Nachdem alle Formalitäten erledigt und ein mehr oder weniger gut geeigneter Klassenraum gefunden war, ging es endlich am 27. Juni los.
Wir luden einen großen Teil unserer Ausrüstung in das Auto und fuhren zur Schule. Alle Projektteilnehmer halfen sofort bereitwillig beim Ausladen und Hochtragen der Ausrüstung. Mit über 40 m² Molton verdunkelten wir gemeinsam den Raum und bauten uns eine schwarze Wand als Hintergrund. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Langzeitbelichtung und einer kurzen Vorstellung einiger Lampen und Tools fingen die Schüler sofort an mit vollem Eifer ihre ersten eigenen Light Painting Kunstwerke zu malen.
Als das erste Bild des Projekts auf dem Sensor war, waren die jungen Damen und Herren kaum noch zu bremsen. Alle waren sofort fasziniert von der Arbeit mit Licht. Am meisten beeindruckt hat mich die sehr geringe Anzahl an Fehlversuchen. Benutzt haben sie unter anderem EL-Wire, eine UV-Taschenlampe, ein Lichtschwert, mehrere Light-Blades, einen Stick mit vielen einzelnen LED’s, schwarze Glasfasern und verschiedene Taschenlampen.
Im weiteren Verlauf machten die Teilnehmer sich an Versuche der Camera Rotation Fotografie und der Arbeit mit mehreren Lichtebenen. Unglaublich, wie schnell alle die Arbeit mit Licht verstanden und umgesetzt haben.
Alle Bilder © die Schülerinnen und Schüler des Hans und Hilde Coppi Gymnasiums Berlin: Mara Scherer, Mathilda, Hanna Schmeling, Lena, Constantin, Max, Kamilla, Emma Feustel, Hannah und Topmodel Briksen 😉
Es hat mir wahnsinnigen Spaß gemacht. Ich danke euch allen für die sehr gute, kreative Zusammenarbeit und freue mich schon auf das nächste Light Painting Projekt an eurer Schule. Aber erstmal wünsche ich euch schöne Ferien! … und das nächste Mal bringe ich mehr Gummibärchen mit.
Allzeit gutes Licht wünscht
Sven
Sven Gerard, Jahrgang 1969, geboren und aufgewachsen in Berlin. Er fotografiert seit frühester Jugend mit großer Leidenschaft. Neben dem fotografischen Erkunden zahlreicher beeindruckender verlassener Orte, widmet er sich seit mittlerweile 10 Jahren intensiv dem Lightpainting. Sein umfangreiches Wissen teilt er auf seinem Blog „Lichtkunstfoto.de“, weiteren Publikationen und in seinen Workshops. Darüber hinaus organisiert er Veranstaltungen zum Thema Lightpainting, wie „Light Up Berlin“. Gerard lebt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin in Berlin und hat einen erwachsenen Sohn.
Sven Gerard was born in 1969 and grew up in Berlin. He has been a passionate photographer since his early youth. In addition to photographically exploring numerous impressive abandoned places, he has been intensively involved in light painting for 10 years now. He shares his extensive knowledge on his blog ‘Lichtkunstfoto.de’, other publications and in his workshops. He also organises events on the subject of light painting, such as ‘Light Up Berlin’. Gerard lives in Berlin with his partner and has a grown-up son.



































